Mein Herz schlägt für Leibnitz!

kindermann_herz_cutEntschlossenheit und Reformfreudigkeit werden Hans Kindermann nachgesagt. Menschliche Reife und politische Erfahrung zeichnen ihn nunmehr ebenso aus.

Herr Kindermann, manche meinen, Sie seien nachdenklicher geworden. Stimmt das?

Kindermann: „Ich bin nach wie vor eine Kämpfernatur. Mir liegt die Zukunft von Leibnitz am Herzen. Aber ich sehe nun die Dinge gelassener und bin mit Sicherheit in den letzten Jahren menschlich gereift. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich das Geschäft meinen beiden Söhnen übergeben habe und ich dadurch freier agieren kann, weil der wirtschaftliche Druck wegfällt.“

Als reformfreudiger Politiker wollen sie auch auf die ältere Generation schauen.

Kindermann: „Ich möchte für die ältere Generation in Leibnitz sicherstellen, dass sie in einer vernünftigen Qualität – was vor allem das Wohnen und die gesundheitliche Versorgung betrifft – ihren Lebensabend genießen können und gut versorgt sind. Die Mobilität ist auch wichtig. Da zeigen wir ja gerade eine umweltbewusste Alternative mit unseren Elektro- Carts auf.“

„Betreutes Wohnen“ in Leibnitz ist vor allem für Senioren ein wichtiges Thema.

Kindermann: „Die Seniorenwohnhäuser sind im Laufe der 60jährigen ÖVP-Politik in Leibnitz entstanden. Das „Betreute Wohnen“ hätte bereits vor 6 Jahren in Leibnitz passieren können. Aber wir wurden damals von den Sozialdemokraten blockiert. Nun erfolgte der Spatenstich von Bgm. Leitenberger knapp vor der Wahl. Das ist Wählertäuschung.“

Halten Sie es nach wie vor für unverantwortlich Jugendgästehaus und Sportcampus neben ein Seniorenwohnheim hinzubauen?

Kindermann: „Ich habe mich vor zwei Jahren ganz klar gegen den Bau des Sportcampus und des Jugendgästehauses an dieser Stelle ausgesprochen. Das Kasernengelände wäre der klar bessere Standort gewesen. Ich halte den Bau nicht nur gegenüber den Senioren für unverantwortlich, sondern auch gegenüber den angrenzenden Familien mit ihren Wohnungen und Häusern. Der offene Dialog mit den BürgerInnen, wie man es sich von einem Bürgermeister erwarten muss, hat leider nicht stattgefunden. Das große Problem wird auch noch die drohende Verkehrslawine sein. Daher forden wir, eine Umfahrung zu bauen, um den Verkehr zu entlasten. Und wenn es nach Bgm. Leitenberger gegangen wäre, würde auch noch ein stinkendes Heizkraftwerk mitten im Wohngebiet am SVL-Platz stehen.“

Viele fragen sich: Warum wollen Sie nochmals Bürgermeister werden?

Kindermann: „Einerseits bin ich Bgm. Leitenberger sehr dankbar, dass er meine Projekte, die ich auch schon in meiner Ära auf Schiene gebracht habe, zum Großteil umgesetzt und nicht verhindert hat. Das sehe ich positiv, aber man muß auch das Negative erwähnen. Es wurde nicht gestaltet, sondern nur verwaltet. Sehr vieles ist leider stehengeblieben. Was fehlt, sind ganz klar die Zukunftsperspektiven. Man muß in die Zukunft von Leibnitz investieren. Da braucht man Phantasie und da gehört Entschlossenheit und Reformfreudigkeit dazu. Das erwartet auch die Bevölkerung von einer Führungskraft. Dieser Herausforderung möchte ich mich wieder stellen und deshalb bewerbe ich mich noch einmal für das Amt des Bürgermeisters unserer schönen Stadt.“

Thema Fairnessabkommen. Was halten Sie davon?

Kindermann: „ Wenn ich die letzten Äußerungen von Peppo Muchitsch heranziehe: das ist weit unter der Gürtellinie. Da werden Unterstellungen und Gerüchte – vor allem auch in Gaststätten – in dieWelt gesetzt, was mir nicht im Traum einfallen würde. Fairness heißt für mich auch:Wie geht man mit der Bevölkerung um? Wenn man sie nicht richtig informiert oder die Unwahrheit sagt, so halte ich das auch für unfair. Siehe Jugendgästehaus. Den offenen Dialog mit den BürgerInnen suchen, das ist meine Politik und das ist auch fair.“

Ihre Erwartungshaltung für die Wahl am 21. März 2010?

Kindermann: „Mein Team und ich haben ein sehr gutes Zukunftsprogramm für Leibnitz entwickelt. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und im Zuge des Wahlkampfes gezeigt, dass wir in Zukunft die gestaltende Kraft in Leibnitz sein werden. Ich war 10 Jahre lang Bürgermeister für alle LeibnitzerInnen. Das möchte ich noch verstärken und gerne als Volksbürgermeister in Zukunft agieren. Denn mein Herz schlägt für Leibnitz!“ Danke für das Gespräch.

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One Response to “Mein Herz schlägt für Leibnitz!”

  • Petra says:

    Sehr interessantes Interview. Ich glaube auch das Kindermann seine Hausaufgaben gemacht hat.

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